Allein Pfizer streicht über 200 Stellen, während Google-Teams in Zürich heimlich abgebaut werden.
Die Schweizer Tech- und Pharmabranche erlebt den schwersten Stellenabbau seit der Pandemie. Pfizer kündigte gestern offiziell den Abbau von über 200 Arbeitsplätzen im Rahmen eines mehrjährigen Kostensenkungsprogramms an, während gleichzeitig Google-Mitarbeiter in Zürich von stillen Entlassungen und Team-Restrukturierungen berichten. Novartis folgt mit der Ankündigung, bis Ende 2027 weitere 550 Stellen am Standort Stein zu streichen.
Der Druck kommt von zwei Seiten: US-amerikanische Tech-Giganten übertragen ihre globalen Kostensenkungsmassnahmen direkt auf ihre Schweizer Niederlassungen, während etablierte Pharmakonzerne ihre Produktionsstandorte nach Asien verlagern. UBS macht es vor und plant 3.000 neue Stellen in Indien, während gleichzeitig Jobs in der Schweiz abgebaut werden. Diese doppelte Belastung trifft eine bereits angespannte Arbeitsmarktsituation.
Für Jobsuchende bedeutet dies einen fundamentalen Strategiewechsel: Die bisher sicheren Tech- und Pharma-Hochburgen werden zu Unsicherheitsfaktoren. Hochqualifizierte Software-Entwickler und Datenanalysten konkurrieren plötzlich um Positionen in traditionell stabileren Branchen wie dem Bankwesen oder der Versicherungsbranche. Die Verhandlungsposition hat sich binnen weniger Wochen dramatisch verschlechtert.
Einen Hoffnungsschimmer bieten internationale Organisationen und das Gesundheitswesen: Devex berichtet von verstärkten Einstellungen bei UN-Organisationen und humanitären Gruppen in der Schweiz. Zudem suchen Spitäler und Kliniken weiterhin dringend IT-Spezialisten für die Digitalisierung ihrer Systeme – hier können Tech-Fachkräfte ihre Fähigkeiten in einem krisensicheren Umfeld einsetzen.
Während Pfizer öffentlich Stellen abbaut, geschieht bei Google Zürich alles im Stillen – bis jetzt.
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